Jedes Leben hinterlässt Spuren. Manche sind groß und sichtbar, andere leise und nur für die Menschen erkennbar, die diesen Weg begleitet haben.
Wenn ein Mensch stirbt, bleiben Erinnerungen, Geschichten, gemeinsame Erlebnisse, kleine Eigenheiten und all das, was ihn unverwechselbar gemacht hat. Genau diesen Menschen möchte ich in meiner Rede sichtbar werden lassen.
In einem persönlichen Gespräch nehme ich mir Zeit für Ihre Erinnerungen. Ich höre zu, frage nach und suche gemeinsam mit Ihnen nach den Momenten, die von diesem Leben erzählen: Was hat diesen Menschen geprägt? Worüber konnte er herzhaft lachen? Was hat sie bewegt, begeistert oder herausgefordert? Welche kleinen Anekdoten lassen die Augen noch einmal aufleuchten?
So entsteht eine Abschiedsrede, die nicht nur zurückblickt, sondern den Menschen noch einmal mitten unter uns stellt – mit seiner Persönlichkeit, seinen Besonderheiten und seiner ganz eigenen Art, die Welt zu sehen.
Denn ein Abschied darf traurig sein. Aber er darf auch warm sein, liebevoll, dankbar und manchmal sogar von einem Lächeln begleitet. Er darf widersprüchlich sein und Raum für all die Gefühle geben, die einen Menschen und die gemeinsame Zeit mit ihm ausgemacht haben.
Mein Wunsch ist es, mit meinen Worten einen Raum zu schaffen, in dem Erinnerungen lebendig werden und in dem Abschiednehmen ein kleines Stück leichter werden kann.